Microsoft hat Ende Mai im Rahmen der SharePoint Conference North America in Las Vegas erstmals Detailinformationen über den kommenden SharePoint 2019 bekanntgeben. Am bereits länger bekannten Fahrplan hat sich soweit nichts geändert, demnach kommt die Public Beta im Sommer und der fertige Server im Herbst.

Nachfolgend die spannendsten Neuerungen im Überblick :

Bessere Einbindung von OneDrive

Eine der wichtigeren Neuerungen ist sicherlich die erweiterte Einbindung von OneDrive. Microsoft versucht bereits seit einiger Zeit, den Filehosting-Dienst fest mit SharePoint zu verknüpfen – bisher allerdings nur in der Cloud. Das wird sich mit SharePoint 2019 ändern, denn in Zukunft soll eine Synchronisierung der Daten über OneDrive auch beim On Premise-Betrieb von SharePoint möglich sein.
Konkret bedeutet das, dass Dokumente persönlicher Sites und Teamsites mit Hilfe von OneDrive synchronisiert werden können. Zudem wird es möglich sein, gezielt einzelne Dateien per File-on-Demand zu synchronisieren.

Modern Experience ersetzt Classic

Die mit SharePoint 2016 eingeführte Benutzeroberfläche „Modern“ wird bei der 2019er-Version nun zum Standard werden. Einige Nutzer stehen der UI zwar noch immer ablehnend gegenüber, da sie bei ihrer Einführung mit SharePoint 2016 funktional weniger zu bieten hatte als die alte Oberfläche. Seitdem hat Microsoft sie allerdings stark erweitert, und diese Verbesserungen fließen natürlich auch bei SharePoint 2019 ein:

  • SharePoint Home: Die aus Office 365 bekannte Homepage mit Sites und News gibt’s jetzt auch On-Premises.
  • Modern Team- und Communication-Sites: Zentrale Anlaufstelle für Zusammenarbeit und teamorientiertes Publizieren
  • Listen und Dokumentenbibliotheken im neuen Outfit
  • Seiten, Webparts und Editieren: Im Vergleich zu den klassischen SharePoint-Seiten sind die Modernen Pendants einfacher zu handhaben, und Inhalte einfacher zu erstellen. Es wird eine Reihe von Modern-Webparts geben
  • App-Launcher und Waffle-Menü: also das inzwischen vertraute Startmenü von Office 365
  • Neue Freigabe-Funktionen: Das Freigeben von Inhalten in SharePoint war immer schwierig zu konfigurieren und auch zu bedienen. Die in den letzten Jahren nach und nach verbesserten Funktionen in Office 365, speziell beim Teilen von Dokumenten mit externen Kontakten, kommen nun auch den SharePoint 2019-Anwendern zugute.

Administration, Infrastruktur-Verbesserungen

  • Links aus der Zentraladministration in die SharePoint-Dokumentatio
  • Neue PowerShell-Commandlets
  • Workflow Manager 2019: Trotz der großen Fortschritte mit Flow setzt Microsoft weiter auf SharePoint-Workflows und erweitert den bisherigen Workflow Manager 1.0.
  • Weitere PowerApps- und Flow-Integration

Hybride Umgebungen

Laut Microsoft befinden sich inzwischen 70 Prozent der SharePoint-Arbeitsplätze in der Cloud, aber die Integration mit den On-Premises-Umgebungen wird umso wichtiger. Um das weiter zu vereinfachen, kommen folgende Neuigkeiten:

  • Neue SharePoint Hybrid-Statusleiste zeigt den Funktionszustand der Konfiguration auf einen Blick
  • Direktlink in der Zentraladministration zum Hybrid-Configuration-Wizard
  • OneDrive in der Cloud als Standard beim Einrichten von Hybrid
  • Modern Search mit den Verbesserungen aus Office 365

Weitere Verbesserungen

  • Die Sonderzeichen # und % können nun für Datei- und Ordnernamen verwendet werden
  • Verlängerung der URL-Pfade auf 400 Zeichen

Was fehlt bei SharePoint 2019?

Aufgrund der Besonderheiten der Cloud-Architektur lassen sich einige Funktionen nicht ohne weiteres mit dem On-Premises-Server umsetzen. Hier drei Beispiele:

  • Hub-Sites: Vermutlich ist diese Funktion für zentralisierte Portal-Frontends zu neu, um schon in SharePoint 2019 umgesetzt zu werden
  • PowerBI: SharePoint-Listen lassen sich weiter in PowerBI für die Analyse exportieren, aber das neue PowerBI-Webpart für Office 365 wird es vorerst nicht in SharePoint 2019 geben
  • Die meisten neueren Webparts aus Office 365, vor allem jene, die stark auf Cloud-Funktionen ausgelegt sind, findet man nicht im neuen Server.

Alte, weitergeführte Funktionen

  • Der BI-Stack ist zwar abgekündigt, lässt sich aber weiter im neuen Server installieren.
  • Auch der Newsfeed wurde jüngst zum Auslaufmodell erklärt, im Nur-Lesen-Modus lässt er sich jedoch weiter nutzen.
  • Authentifizierung: Alternativen wie ADFS oder SAML-Provider können weiterhin genutzt werden

 

Möchten Sie mehr über den neuen SharePoint 2019 Server erfahren? Dann kontaktieren Sie einen unserer ECM Experten.

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Antonio Tassone
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Sales Manager

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